Montag, 17 Dezember 2018
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Danke an alle Spender

Fast zwei Jahre sind vergangen seitdem wir mit LaafIT gestartet sind, mit dem Ziel AsylwerberInnen und den BürgerInnen von Laakirchen eine Atmosphäre zu schaffen, in der ein bereicherndes Zusammenleben und Integration gefördert werden.

 

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Jahresfeier

 

Ein Jahr. Ein Fest. Ein Rückblick.

Als wir zu Weihnachten 2014 erfahren haben, dass auch Laakirchen Flüchtlinge bekommt, wussten wir nicht, was alles auf uns zukommt. Bei der konstituierenden Sitzung unserer Plattform Ende Jänner 2015 im Rathaus waren bereits ca. 50 Personen dabei. Und wir waren alle voller Tatendrang und in einer mitreißenden Aufbruchstimmung. Jetzt, ein Jahr später, blicken wir auf ein bewegtes Jahr zurück, auf viele berührende Begegnungen, etliche traurige Momente und vielen Erfahrungen. Wir haben mit naiven Enthusiasmus geglaubt, dass es einfach ist zu helfen und mussten schnell feststellen, dass es komplizierte Systeme, unverständliche Gesetze und nicht nachvollziehbare politische Entscheidungen gibt. Aber wir haben uns davon nicht entmutigen lassen, sind unbeirrt unseren Weg gegangen, haben einiges auf die Beine gestellt und vieles erreicht.

 

Derzeit haben wir rd. 100 Mitarbeiter/innen und fast alle Personen der ersten Stunde sind noch immer aktiv in der Plattform vertreten. Erwähnt sei auch, dass alleine in der Sprachengruppe, ein sehr wichtiger Teil unserer „Arbeit", mehr als 30 Personen aktiv sind. Aus einfachen Übungen wurden fast professionelle Deutschkurse, die mit viel Hingabe und Einsatz vorbereitet und durchgeführt werden. Zwischenzeitlich bietet auch die Firma MIBA einen Deutschkurs für unsere Asylwerber an. Aber auch viele andere Dinge sind im letzten Jahr geschehen, wurden geplant, organisiert und durchgeführt. Wir haben Fahrräder für fast alle Asylwerber organisiert und dazu eine Verkehrserziehung. Unser Lager mit Gewand und Schuhen kann sich sehen lassen und zwischendurch haben wir immer wieder Kleinmöbel und Hausrat besorgt. Einige Flüchtlinge reinigen im Auftrag der Gemeinde die Straßen in Laakirchen, andere sichern den Schutzweg morgens bei der Schule und eine Gruppe bebaut einen zur Verfügung gestellten kleinen Nutzgrund. Wir spielen, kochen und nähen mit ihnen, begleiten sie zu Ämtern und Ärzten und organisieren immer wieder Dolmetscher, obwohl dies eigentlich nicht unsere Aufgabe wäre. Wir gehen mit ihnen spazieren und schwimmen, machen Ausflüge und besuchen mit ihnen Feste, Feiern und diverse Veranstaltungen. Wir spielen regelmäßig Fußball, waren beispielsweise mit einigen schon Klettern und mit anderen Papierschöpfen im ALFA. Und dazwischen pflegen wir Kontakte wie es unter Freunden üblich ist.

 

Dies alles wäre natürlich nicht möglich gewesen, wenn die Mitarbeiter/innen von LaaFIT nicht unermüdlich Zeit und vieles mehr geopfert hätten. Und es wäre nicht möglich gewesen, wenn wir nicht so eine breite Zustimmung in der Laakirchner Bevölkerung hätten. Und natürlich wäre vieles auch nicht möglich gewesen, wenn wir nicht die Unterstützung unserer tollen Firmen in Laakirchen hätten, wenn nicht die Kirchen und die politische Gemeinde so hinter uns stehen würden. Auch der gute Kontakt zur Polizei sei hier erwähnt. Und nicht zu vergessen sind die vielen Vereine die uns immer wieder in vielfältigster Form unterstützen.  Nicht zu vergessen die vielen privaten „Unterstützer/innen". Ein einfaches „Danke" reicht fast schon nicht mehr.

 

Dies alles zu feiern war am 2. Februar unser Ansinnen und wir haben dazu alle eingeladen, und viele sind dieser Einladung gefolgt. Nach einem kurzen Rückblick wie vorweg beschrieben wurde ein kleines „arabisches" Buffet eröffnet, welches von den Asylwerbern gekocht und hergerichtet wurde. Dabei wurden Bilder des letzten Jahres gezeigt und es gab viele anregende Gespräche und Begegnungen. Wir freuen uns auf ein intensives, spannendes 2. Jahr von LaaFIT und sind,  trotz der kritischen und negativen Stimmungen in Österreich und Europa, sehr zuversichtlich.