Samstag, 19 Oktober 2019
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Aktuelle Situation

Mehr als vier Jahre sind vergangen seit die ersten Asylwerber aus Syrien nach Laakirchen gekommen sind. Im letzten Jahr hat sich die Zahl der Personen, bei denen das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist und in Laakirchen wohnen, stark reduziert. Die Aufgabenstellung für LaafIT hat sich damit auch wesentlich geändert.

Wir unterstützen jetzt zusätzlich subsidiär Schutzberechtigte und Personen mit einem positiven Asylbescheid, die in Laakirchen geblieben sind, bei Arbeits- und Wohnungssuche und helfen die bürokratischen Hürden (Formulare) zu überwinden. Teilweise sind Personen und Möbeltransporte auch noch notwendig. Wir finanzieren die Tageheimschule der Kinder und unterstützen mehrtägige Schulausflüge.

 

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Es war einmal, und es war schön …

Fußball

Kaum waren die ersten Flüchtlinge im Februar 2015 bei uns eingetroffen, hatten wir schon große Ideen und Fantasien, was wir nicht alles mit ihnen und für sie machen wollten. Und natürlich waren sportliche Aktivitäten sofort auf unserer „To-do-Liste“ und was ist völkerverbindender und sprachenübergreifender als Fußball?

Nach Gesprächen mit der Pfarre Laakirchen wurde uns von dieser der Pfarrsaal zur Verfügung gestellt, und zu Beginn der Freiluftsaison durften wir dann auf den Sportplatz der Stadtgemeinde Laakirchen. Danke nochmals an die Pfarre Laakirchen und die Stadtgemeinde Laakirchen für das Entgegenkommen bei den Spielstätten und für das Verständnis bei all unseren Wünschen und Ansinnen.

Im März 2015 (04.03.2015) begannen wir im Pfarrsaal mit rd. 10 Personen (Flüchtlinge und Laafitler) Fußball zu spielen. Schnell war uns klar, dass die „Jungs“ einerseits kein Sportgewand hatten und andererseits keine passenden Schuhe. Durch diverse Spenden konnten wir Abhilfe schaffen und statteten unsere Fußballer nach und nach entsprechend aus, für die Halle und den Fußballplatz.

Zwischenzeitlich wurden es immer mehr Fußballer in der Halle, sodass wir mit mehreren Mannschaften aufgrund der Pfarrsaalgröße spielen mussten. Durch die weitere Aufstockung in den Flüchtlingsquartieren vergrößerte sich auch die Zahl der Fußballer kontinuierlich und wir waren aufgrund des Andranges im Frühling sehr froh, auf den Fußballplatz wechseln zu können (24.04.2015).

Mehr als 3 Jahre wechselten wir im Laufe der Jahreszeiten von der Halle auf den Fußballplatz und wieder zurück. Mehr als 50 Fußballspieler und 1 Fußballspielerin waren im Laufe der Zeit beim freitägigen Fußball, ein Verbrauch von mehr als 4 Mannschaften sozusagen. Wir spielten bis auf Weihnachten, Ostern und einer kurzen Sommerpause fast jeden Freitag. Es gab harmonische Spiele, enthusiastische Siegesfreuden, frustrierte Verlierer, Fouls und Streit und sogar Spielabbrüche - eben einfach Fußball. Wir hatten kleinere und größere Verletzte und sogar einen Rettungseinsatz wegen eines Kreuzbandrisses - eben einfach Fußball. Wir haben hart um den Ball gekämpft und auch manchmal gefoult, und uns am Ende umarmt und die Hand gegeben - eben einfach Fußball. Es haben immer wieder verschiedene Nationalitäten, Volksgruppen und Religionen ohne Probleme in einer Mannschaft gespielt - eben einfach Fußball.

Im Sommer 2017 hatten wir einige Jugendliche als KLEGGS Veranstaltung dabei uns sie wurden von den Asylanten sehr freundlich auf- und mitgenommen, auch wenn teilweise ihr fußballerisches Können nicht den Anforderungen der „Jungs“ entsprochen hat. Wir haben einen Sommer lang aufgrund der Platzsanierung in Laakirchen auf dem sehr unebenen Platz in der Steyrermühl gespielt. Und wir haben im Sommer aufgrund der großen Hitze unsere Beginnzeit nach hinten verschoben. Und es waren immer wieder viele Freunde der „Jungs“ aus anderen Quartieren beim Spiel dabei. Bis zuletzt waren 4-6 Burschen aus Vorchdorf regelmäßig am Freitag hier und haben dadurch das Weiterbestehen von Fußball gesichert.

Durch Wegzüge und Umsiedelungen vieler Burschen und Männer, aber auch weil viele Burschen einen Lehrberuf beginnen konnten, wurden es immer weniger, sodass wir im Sommer 2018 Fußball zwischenzeitlich einstellten. Der Termin am Freitag wurde uns bis heute von der Pfarre und der Gemeinde frei gehalten …
danke …

Ich würde mich wieder über ein Spielchen am Freitag freuen …

Es war einmal und es war einmal schön …

Da ist nichts zu erklären und niemand trifft Schuld … (Erika Pluhar)