Mittwoch, 20 September 2017
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Unterbringung und Versorgung von Asylwerbern

Informationen zur Unterbringung und Versorgung von AsylwerberInnen

Weltweit sind unzählige Menschen aufgrund von Kriegen gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Viele Menschen haben unverschuldet alles verloren bei dem Versuch ihr Leben und das Leben ihrer Kinder zu retten. Österreich bekennt sich dazu, hilfs- und schutzbedürftige Flüchtlinge, die aufgrund von Krieg und politischer Verfolgung ihr Land verlassen mussten, aufzunehmen.

Im Bereich der Flüchtlinge gibt es eine Kompetenzteilung zwischen Bund und Ländern. Für die Erstaufnahme der neuankommenden AsylwerberInnen und für die Abwicklung des Asylverfahrens ist das Bundesministerium für Inneres zuständig. Die Versorgung der AsylwerberInnen nach erfolgter Erstabklärung und Zulassung zum Asylverfahren fällt in den Kompetenzbereich der Länder. In den Erstaufnahmestellen (Traiskirchen und Thalham), die vom Bund betrieben werden, erfolgt eine Erstversorgung und medizinische Abklärung. Nach der Erstversorgung und Zulassung zum Asylverfahren werden die Flüchtlinge nach fairen und gerechten Maßstäben in den neun Bundesländern aufgenommen und versorgt.

Wie sind die Flüchtlinge in Laakirchen untergebracht?

Nach der erfolgten Erstabklärung durch den Bund werden die Flüchtlinge in die Grundversorgung des Landes Oberösterreich übernommen und in eine passende Unterkunft

überstellt. Die Flüchtlinge sind in Laakirchen in einem Quartier untergebracht in welchem sie sich selbst versorgen müssen. Das bedeutet, dass die Flüchtlinge nicht verköstigt werden, sondern stattdessen ein Verpflegungsgeld erhalten. Dieses Verpflegungsgeld beträgt bei Erwachsenen täglich € 5,50, bei Minderjährigen € 121 monatlich. Der Quartiersbetreiber erhält pro Flüchtling einen Tagsatz in Höhe von € 19, muss davon aber den Flüchtlingen das Verpflegungsgeld in Höhe von € 5,50 ausbezahlen. Im Rahmen der Selbstversorgung erhalten die Flüchtlinge kein Taschengeld.

Zusätzlich erhalten sie noch folgende Unterstützungen:

- Bekleidungshilfe in Form von Gutscheinen: max. € 150 pro Jahr

- Schulbedarf: max. € 200 pro Schuljahr (Abwicklung entweder direkt über die Schule oder Auszahlung von Bargeld)

- Freizeitaktivitäten: € 10 pro Monat (keine Auszahlung von Bargeld, Freizeitangebote werden von Unterkunftsgebern organisiert: z.B.: gemeinsame Ausflüge, Besuch eines Deutschkurses, Kauf eines gemeinsamen Tischtennistisches für die Unterbringung …)

Wie sind die Flüchtlinge in Laakirchen betreut?

Oberösterreich setzt auf eine Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge in überschaubaren Einheiten und in Form von organisierten Quartieren. Betrieben werden diese organisierten Quartiere zum Beispiel von der Caritas, der Volkshilfe oder auch privaten BetreiberInnen, in Laakirchen durch die Volkshilfe. Vom Land Oberösterreich erhalten die BetreiberInnen pro Flüchtling einen Tagsatz von höchstens € 19. Mit diesem Tagsatz muss sowohl die Anmietung des Objektes, die Bereitstellung von Strom und Warmwasser als auch die Verpflegung der Flüchtlinge erfolgen.

Der Großteil der Quartiere in Oberösterreich wird als Selbstversorgungsquartier geführt. Die Selbstversorgung führt zu mehr Zufriedenheit bei den Flüchtlingen, da sie ihren Speiseplan selbst bestimmen können und eine Aufgabe haben. Außerdem wird damit die lokale Wirtschaft gestärkt, da die Flüchtlinge die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort nutzen.

Um die Flüchtlinge über ihre Rechte aber auch ihre Pflichten zu informieren werden sie noch von Volkshilfe mobil betreut. Im Rahmen dieser mobilen Betreuung erhalten die Flüchtlinge Information, Beratung und soziale Betreuung.

MitarbeiterInnen der Volkshilfe besuchen im Rahmen dieser mobilen Betreuung die Flüchtlinge vor Ort in den organisierten Quartieren. Sie geben Orientierungshilfe und unterstützen in verschiedenen Belangen des Alltags - von der Begleitung zu Behörden, Schulen, Ärzten etc. über Übersetzungs- und Dolmetschdienste bis hin zur Hilfestellung in Krisensituationen und Vermittlung rechtliche Beratung.

Auch die Versorgungsleistungen der öffentlichen Hand für AsylwerberInnen (Bekleidungsgutscheine etc.) werden von der mobilen Betreuung ausgegeben. Durch die mobile Betreuung können Konflikte vermieden werden, es soll damit ein Umfeld für ein gelingendes Zusammenleben sichergestellt werde.

 

Ansprechpartner:
 

 

Mag. 

Astrid

Beszczynski

 

Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung,
Abteilung AsylwerberInnenbetreuung

 

WP Laakirchen / GQ Laakirchen

Pfarrhofgasse 2a 4663 Laakirchen

Tel.: 0676/87 34 71 68

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Bürozeiten:

 

Mo u. Do: 8:00-16:30

Di, Mi u. Fr: 8:00 - 12:00

Bürozeiten können a.G.v. Vertretungen od. Außendienst variieren.

 

www.fluechtlingsbetreuung.at --- Volkshilfe - Wir sind für die Menschen da.